San Francisco und Sonoma

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Seit letzter Woche ist unser Freund Daniel (aka DJ, derzeit auch liebevoll von uns Jeti, Jesus oder Robinson Crusoe genannt) zu besuch. San Francisco ist sein vorletzter Stop auf einer 10 monatigen Amerika bzw. eigentlich  Süd-Amerika Reise.

Hier ein paar Pics von gemeinsamen  Unternehmungen.

Partie Schweden-Schach

Jump!

Jump!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Chinatown

Gestern dann ein Halbtages-Trip nach Sonoma.

Wir waren mit Krista, meiner Cousine, verabredet. Sie arbeitet derzeit auf einem Weingut in Napa und wohnt in Santa Rosa in Sonoma County. Sonoma County ist  eine sehr sympathische Weinregion, mit meist kleinen Dörfern deren Straßen von süßen Cafes und Restaurants gezäumt sind.

Nach einem kurzen Snack war unser erster Stop Lynmar Estate Winery. Wir hatten Glück, dass der Tasting Room nicht so gut besucht war und der Mitarbeiter des Weinguts somit Zeit für uns hatte. Es stellte sich heraus, dass er hauptberuflich Opernsänger ist und 23 Jahre in Deutschland gelebt hat. Die Weine (ein Chardonnay, drei Pinot Noirs) waren alle sehr schön.

Die Pinots interessant, unterschiedlich. Einer etwas leichter und eher in die fruchtige Richtung, die anderen etwas stärker mit würzige Noten. Alle drei recht intensiv im Geruch und  auch lecker.  Bei dem Chardonnay muss man dazu sagen, dass auch die meisten Weißweine hier für ein paar Monate in Oak gelagert (oder gechipst?) werden.  Er schmeckt uns an sich… aber ich erinnere mich daran, dass ich mich unbedingt  um eine Schneider-Riesling-Lieferung kümmern muss,  damit ich, wenn ich dann mal wieder trinken kann, einen schönen fruchtigen, trockenen (un-geoakten) Riesling habe.

Krista is taking some notes

Krista is taking some notes

Wir machen noch einen kurzen Spaziergang durch die kleine Gartenanlage und durch die Weinberge zur „Winery“.

Unser nächster Stop ist Marry Edwards Winery. Uns begrüßt eine junge Dame und schickt uns in einen Raum zu Bob*, der, wie soll es anders sein, „nur auf uns gewartet hat“ und sich „super“ darüber freut, dass wir da sind. Dass wir aus Deutschland sind ist total „great“ und dass Krista auf einem Weingut arbeitet „just fantastic und awesome“. Er hat für uns ein paar „very excellent“ Weine hier stehen und versichert „that you (also wir) will love them“. Hinter uns wird die Tür geschlossen. Ein schlauer Zug, wie sich herausstellt, denn dann legt Bob los …. und er hört auch nicht so einfach wieder auf. Aber dazu gleich mehr.

Wir probieren vier Weine (drei Pinot Noirs und ein Sauvignon Blanc). Ich hatte zu dem Zeitpunkt eigentlich schon genug und habe nur an dem  Sauvignon genippt, welcher ein sehr, sehr starkes, fruchtiges Aroma hatte. Irgendwie für mich schon zu stark, so dass es  fast schon einen künstlichen Eindruck macht. Aber naja, so genau kann ich das auch gar nicht sagen, denn erstens, hat Bob uns schon vorher genau gesagt was wir jetzt zu schmecken haben. „This Sauvignon shows hints of peach, melon, apricot, pineapple, pear and also some floral aromas“. Wow so viele auf einmal! Toll! Und so praktisch. Wenn man nur genug Aromen aufzählt, wird dann doch nun jede Nase bei mindestens einem der Aromen sagen “Ah ja den Pfirsich, die Ananas, oder eben die Aprikose schmecke ich auch“. Bob hört irgendwie nie auf zu reden.  Es scheint als hätte er einen Text auswendig gelernt … und keiner wird diesen Raum verlassen bevor sich nicht jeder diesen Text angehört hat. Zwischendrin wird immer wieder Merry Edwards, die Wine-makerin gelobt.  Irgendwann ist sein Text wohl zu Ende.  Wir bedanken uns und verlassen fluchtartig die offene Tür (man kann sich nie sicher sein wie lange so eine Tür offen steht). Nach kurzem Schweigen brechen wir ein wenig in Gelächter aus. Wie die Weine waren? Naja, das Fazit von allen ist eher negativ, wobei wir uns einig sind, dass Bob uns eigentlich keine Chance gegeben hat, uns unser eigenes (positives?) Bild zu machen.

Stinson Beach

Stinson Beach

Krista verabschiedet sich nun, weil sie noch verabredet ist. Wir schauen uns noch kurz Healdsburgh an. Danach fahren wir an der Küste entlang zurück nach San Francisco.

mein Bauch ist in den letzten Wochen ganz schön groß geworden🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

* Um ehrlich zu sein kann ich mich an den Namen nicht erinnern. Vielleicht hieß er auch Billy, Jo, Karlheinz oder eben Hessi James bzw. John JJ Takker (für uns Badesalz- Fans)

2 responses »

  1. Hello ihr lieben!,

    ja, der Bauch ist ganz schön groß geworden🙂 Sieht aber gut aus, hoffe du fühlst dich gut und bist noch beweglich.
    Das Weingut Merry Edwards war im Frühjahr auch mit auf der TCV Tour. Und ich muss sagen die Pinots die ich von ihr probiert hatte waren ganz schön lecker und auch ganz schön stolzer Preis, der günstigste. 35,12$ der teuerste 53$ – Handeslpreise, versteht sich. Würde mich mal interessieren wie die Preise so ab Hof waren. Habt ihr ne Liste mitgenommen?

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